Schlägerinnen-Stopp! Gewaltschutz für Männer.
Arne Hoffmann gibt eine Übersicht über die Forschung: Murray A. Straus fand: Weltweit sind Frauen fast überall häuslich gewalttätiger als Männer. Wen das immer noch nicht überzeugt: Selbst Frauen denken jetzt um: Kommentar von Beate Krichelsdorf:
Häusliche Gewalt ist weiblich Partnergewalt in 32 Ländern (engl.) Bibliographie über 246 Titel (engl.) contour Diffamierung von Männern eskaliert weiter

Gewalt ist weiblich

Was die geschlechtliche Zuordnung der Gewaltbereitschaft betrifft, so herrscht - nicht ohne Grund - immer noch einige Verwirrung.

Wie aber kommt es zu diesen ganz unterschiedlichen, ja widersprechenden Ergebnissen?

Die Tatsache der unterschiedlichen Ergebnisse macht uns auf folgende Ausgangslage aufmerksam:

Vergleiche zu Obenstehendem auch die Untersuchung von Prof.Dr.Dr. Michael Bock: "Häusliche Gewalt - ein Problemaufriß aus kriminologischer Sicht". Der Autor ist im Anschluß dieser Veröffentlichung dermaßen bedroht worden, daß er seither zum Thema schweigt.

Frauenboxen

Foto nebenstehend aus: stern.de

Zum Bild rechts: Es gibt geregelte Auseinandersetzungen - und es gibt Gewalt.

Durch den Sport haben zunehmend auch Frauen Gelegenheit zu geregelten Auseinandersetzungen. Bezeichnenderweise aber wurden diese Regeln durch Männer festgelegt.

Männer und Frauen unterscheiden sich vielleicht nicht im Maße ihrer Aggression, sicher aber in der Bereitschaft, sich Regeln zu unterwerfen.

 

 

Häusliche Gewalt nach M.Straus

Die oben verlinkte Studie von Murray A. Straus (online gestellt im Oktober 2007), welche Dominanz und Symmetrie in den Partnerbeziehungen von Universitäts-Studenten in 32 (!) Ländern zum Gegenstand hat, zeigt, daß Gewalt fast überall eher von Frauen als von Männern ausgeht. Ausnahmen sind Iran, Tansania, Griechenland und Brasilien. Im Gesamtergebnis sieht die Verteilung aus wie rechts ersichtlich:

 

Eine Befragung, die Prof. Gerhard Amendt vom Institut für Geschlechter- und Generationenforschung der Universität Bremen an 700 Männern durchführen ließ, hatte zum Ergebnis, daß Handgreiflichkeiten (z.B. Schläge ins Gesicht, Wurf einer Tasse, schmerzhafte Fußtritte, Angriffe mit einem Messer, der Treppensturz durch gemeinschaftliche Einwirklung von Exfrau und Schwiegermutter) kurz vor oder während der Trennung -d.h. während der hoch konfliktreichen Scheidungsphase - in folgender geschlechtlicher Verteilung ausgeführt wurden:

Häusliche Gewalt nach G.Amendt

Demnach sind Frauen um ein Vielfaches gewalttätiger bzw. handgreiflicher als Männer - und dies am ausgeprägtesten in der Situation der Partner-Trennung. Ob dies in ihrer Natur liegt oder (auch) in ihrer zu erwartenden Straffreiheit, d.h. an den schon erwähnten Vorerwartungen der polizeilichen Ermittler, ist eine Frage für sich. Erwähnt sei auch noch, daß Amendt für seine obigen Untersuchungen auf die finanzielle Förderung eines Mäzens angewiesen war. Die Bundesregierung hütet sich, neutral angelegte Geschlechterforschungen zu unterstützen!

Zunehmend finden jedoch auch die ideologie-unabhängigen Forschungs-Ergebnisse Eingang in die Medien.

 

Der Zweite Periodische Sicherheitsbericht der deutschen Bundesregierung, veröffentlicht am 7. November 2006, äußert sich zur Frage der geschlechtlichen Verteilung häuslicher Gewalt durchaus widersprüchlich - und dies in einer für Desinformations-Strategien typischen Weise.

Einerseits nämlich wird - im Abschnitt 3.1.5.3.1, "Internationale Befunde" - der Forschungsstand durchaus sachlich diskutiert und u.a. mitgeteilt:

In einer sehr differenzierten Längsschnittstudie konnten Moffitt und Kollegen zeigen, dass die Prädiktoren der Gewalt in Partnerbeziehungen bei Frauen in vielfacher Hinsicht recht ähnlich sind wie bei Männern und dass die entsprechenden Täterraten der Frauen sogar etwas höher ausfielen als jene der Männer. (Seite 124 unten.)

Anderseits wird wenige Seiten später - im Abschnitt 3.1.6, "Erkenntnisse über die Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes" - behauptet:

Derzeit liegen Informationen aus zwei Forschungsvorhaben vor, in denen die Umsetzung und die Auswirkungen der Einführung des Gewaltschutzgesetzes analysiert wurden. Beide Untersuchungen kommen [...] übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass sich die Situation der von häuslicher Gewalt betroffenen Personen mit der Gesetzesänderung verbessert habe. (Seite 130)

Worin besteht nun diese "Verbesserung"? Fast 100% der Personen, die der Wohnung verwiesen werden, sind Männer. Letzteres wird, was ebenfalls merkwürdig ist, in dem Bericht nicht mitgeteilt. Es ergibt sich aber aus anderen regierungsamtlichen Mitteilungen und es wird auch jedem deutlich, der einmal für längere Zeit die einschlägigen Zeitungs- bzw. Polizeiberichte verfolgt. Die Polizei z.B. in Bonn bestätigt das sogar auf ihrer Webseite, antwortete aber nicht auf eine entsprechende Nachfrage.

Immerhin verrät der Sicherheitsbericht Folgendes:

Übereinstimmend stellen beide Studien weiter fest, dass trotz der geschlechtsneutralen Formulierung des Gesetzes die damit geschaffenen Schutz- und Interventionsmöglichkeiten in erster Linie von Frauen genutzt werden. (Seite 130)

Was heißt das - "von Frauen genutzt"? Am Ende der Seite wird das mit folgenden Worten erläutert:

Nach den Erkenntnissen von [...] handelt es sich in etwa 80 % der Fälle nicht um Selbstmelderinnen, sondern um Opfer, die erst durch aktive zugehende Beratung erreicht wurden.

Details erfahren wir dann auf Seite 131:

In verschiedenen Bundesländern wurden [...] proaktive[n] Beratungsstellen eingerichtet. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass die betroffenen Opfer von häuslicher Gewalt durch Beratungsstellen aktiv kontaktiert werden, nachdem die Daten der Opfer durch die Polizei - unabhängig von einer Einwilligung der Betroffenen - an die Beratungsstellen weitergeleitet wurden.

[...]zeigte sich, dass die betroffenen Opfer, nahezu ausschließlich Frauen, diese Art der direkten Ansprache und Unterstützung positiv bewerteten.

Anders gesagt: Weibliche Opfer - und nur sie! - werden von "Beratungsstellen", an die ihre Daten ohne ihre Einwilligung weitergeleitet wurden, "proaktiv kontaktiert", d.h. sie werden - gewissermaßen geheimdienstlich - dahingehend bearbeitet, der Deportation ihrer Männer und ihrer strafrechtlichen Verfolgung zuzustimmen. Das erinnert an gewisse Praktiken im Nationalsozialismus. Denn was ist eine Wohnungsverweisung anderes als eine Deportation? Daß die überrumpelten Frauen das letztlich "positiv" bewerten, ist wohl als Erfolgsmeldung zu verstehen, spricht allerdings nicht zu ihren Gunsten.

Das merkwürdige Spiel in der Informationspolitik der deutschen Regierung dürfte damit klargeworden sein. Zusammenfassend darstellen läßt es sich wie folgt: Ergebnisse bereits vorliegender internationaler Studien zur geschlechtlichen Verteilung häuslicher Gewalt werden nicht (mehr) verschwiegen, vielmehr sachlich referiert. Praktische Ergebnisse aus der Anwendung des Gewaltschutzgesetzes, die dazu in krassestem Widerspruch stehen, werden jedoch als "Verbesserung" (für wen? Für den Rechtsstaat?) bezeichnet.

Da die diesbezüglichen Mitteilungen in einem späteren Abschnitt stehen, tritt der Widerspruch freilich nicht offen zutage. Dies mag erklären, warum sogar maskulistische Netzseiten (siehe hier und hier) den Widerspruch übersehen und sich, bezugnehmend allein auf die weiter oben zitierten Passagen, zu euphorischen Meldungen haben hinreißen lassen. Sicher, die Regierung gibt zu, daß Frauen (mindestens) genauso häufig schlagen, aber sie zieht daraus gerade nicht die Konsequenzen, die man erwarten sollte. Und niemandem scheint das aufzufallen!

 

Hier, mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von "Men's Health", das vollständige Interview mit dem Geschlecher- und Generationenforscher Gerhard Amendt:

Ein Mann wird von seiner Frau geschlagen. Er ruft die Polizei, die ihn der Wohnung verweist. Wie kann so etwas sein?

In diesem Fall müsste nach dem Gewaltschutzgesetz die Frau gehen. In unserer Gesellschaft gibt es allerdings eine ausgeprägte Neigung, die gewalttätigen Seiten von Frauen einfach zu ignorieren. Die Gewalt zwischen Partnern ist angeblich nur männlich - etwas anderes darf es nicht geben.

Heißt das, weibliche Gewalt wird totgeschwiegen?

Man sieht nicht, was die internationale Forschung zeigt, nämlich, dass Frauen in Beziehungen öfter schlagen als Männer. Dass diese wissenschaftlichen Ergebnisse kein Mensch zur Kenntnis nimmt, ist ein politisches Problem. Es ist doch bezeichnend, dass es für Forschungen über männliche Gewalterfahrungen im häuslichen Bereich hier zu Lande kein Geld gibt.

Aber es gibt doch auch Zahlen dazu. Woher kommen die?

Die Zahlen, die hier in Deutschland verwendet werden, stammen in aller Regel von Frauenberatungsstellen oder Häusern für geschlagene Frauen, die sie recht beliebig aus ihrer eigenen Arbeit zusammengebastelt haben. Das wird auf die Bevölkerung hochgerechnet, und die Politik schluckt das dann bereitwillig. Die Zahlen sind nicht repräsentativ, sie sind irreführend. In Deutschland verläuft die ganze Debatte derart ängstlich, dass in Politik und Wissenschaft niemand zu fragen wagt, woher die Zahlen kommen, durch die Vorurteile über Männer in die Welt gesetzt werden.

Wie gehen betroffene Männer mit dieser Gewalt um?

Ganz individuell. Manche tun so, als ob die Schläge ihrer Partnerin sie nicht verletzen würden. Am nächsten Tag gehen sie heimlich mit gebrochenen Rippen zum Arzt. Das Körperliche schmerzt jedoch meist weniger als die Tatsache, dass die Frau zugeschlagen hat. Das bringt Abschätzigkeit zum Ausdruck und unterstellt obendrein, dass man mit einem Mann nicht reden kann. Viele Männer sind deshalb verzweifelt.

Nach dem Motto: Indianerherz kennt keinen Schmerz?

Genau. Und diese Männer wissen gar nicht, was sie damit anrichten, wenn sie ihre Schmerzen verleugnen. Sie bringen die Frau dazu, immer heftiger draufzuhauen, denn sie will ja zumeist, dass der Partner redet. Frauen schlagen allerdings nicht immer nur, weil sie den Mann zum Reden bringen wollen, sondern auch, weil sie ihn mundtot machen möchten. Da gibt es unendlich viele Varianten.

An wen können geschlagene Männer sich wenden?

Es gibt dafür keine spezialisierten Anlaufstellen. Viele Männer gehen aufs Jugendamt, zumal, wenn die Partnerin auch die Kinder schlägt. Dort machen sie häufig schlechte Erfahrungen. Unsere Forschung berichtet von vergleichbaren Erlebnissen auf Sozialämtern oder auf Ämtern für Familienhilfe in den Gemeinden. Viele Männer begraben ihre Erfahrung ganz einfach in ihrem Inneren. Aber immer mehr sprechen auch ganz offen über die Gewalt ihrer Partnerin.

Wieso sind es nur so wenige?

In erster Linie aus Schamgefühl, aber auch, weil es keine Beratung gibt. Bislang haben Gesellschaft und Gerichte diese Männer für schwächlich gehalten und ihnen nicht geglaubt. Oder die Männer sehen, dass Geschlechtsgenossen damit negative Erfahrungen machen, und wollen sich dem nicht ebenfalls aussetzen. Dass dies der Beziehung mit ihrer Gewaltproblematik nicht weiterhilft, liegt auf der Hand. Man muss sich eines vergegenwärtigen: Frauen bringt der Schritt an die öffentlichkeit Aufmerksamkeit, sie werden materiell und emotional unterstützt. Als vermeintliche Opfer fördert das ihre Chancen, falls es zu familienrechtlichen Auseinandersetzungen wegen der Kinder kommt. Männer erleben noch nicht die Solidarität der Gesellschaft. Sie sind mit den Frauen der 1950er-Jahre vergleichbar: Sie erleben Gewalt von ihrer Partnerin und schweigen darüber - beschämt, wie die Gesellschaft als Ganzes.

Wie könnten Anlaufstellen für Männer, die häusliche Gewalt erlebt haben, aussehen?

In den USA diskutiert man nicht mehr über Gewalt von Männern oder von Frauen, sondern man spricht über Gewalt in Familien. Denn es hat sich gezeigt: Wenn Eltern sich schlagen, werden auch die Kinder geschlagen - und die schlagen irgendwann zurück. Wir brauchen deshalb gänzlich neue Einrichtungen, in denen Familien mit Gewalterfahrungen professionelle Hilfe erhalten. Dort können Kinder, Männer und Frauen hingehen - oder am besten gleich die ganze Familie. Dafür brauchen wir völlig neue Beratungsstellen.

Glauben Sie, dass es auch hier in Deutschland irgendwann solche Angebote geben wird?

Solange gerade die federführende Bundesfamilienpolitik an der Verleugnung weiblicher Gewalt in der Familie tatkräftig mitwirkt, ist das nur schwer vorstellbar. Aber ich denke, dass es in den nächsten Jahren hier zur Wende kommen wird - so wie zurzeit in den USA.

Quelle: Men's Health/ 17.09.2008


Ein neueres Interview mit Prof. Amendt zum Thema finden Sie in der Zeitschrift "Brigitte": Gerhard Amendt: "Schafft die Frauenhäuser ab".

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